| Aus der Traum vom Schweizer Halbfinal am Spengler Cup 2011 - HC Vitkovice spielt „Katz und Maus“ mit den Kloten Flyers |
| 29. Dezember 2011 um 17:15 Uhr |
![]() Erneut enttäuscht die Leitung des zweiten Schweizer-Clubs. Aus der Traum-Semifinal-Paarung HC Davos gegen Kloten Flyers wird nach dem niederschmetternden Spiel gegen die Tschechen nun nichts. HC Vitkovice trifft im Halbfinal auf den HC Davos. Um jeden Preis in’s HalbfinalBereits in den ersten zwei Minuten zeigt sich, die Schweizer versuchen ihrer Favoritenrolle gleich gerecht zu werden, drücken, kombinieren, kommen jedoch noch nicht zu Abschlüssen. Erste Möglichkeit für Vitkovice: Sedivy dribbelt links hinter Rüegers Tor hervor, müsste eigentlich abschliessen, doch er sucht den Pass. Dieser wird von einem Klotener abgefangen. Blum, Santala, Nordgren...nach schönem Durchspiel kommt Kloten zu seiner ersten Chance, doch Malek pariert. Doch der Tscheche Klimek hatte gehakt, das gibt 2 Minuten. Nach gut 40 Sekunden kommen die Flyers zum ersten Abschluss im Powerplay, Dupont scheitert an Malek. Wick auf Nylander, der aus kurzer Distanz den Puck nicht trifft. Dann ist das Powerplay um. Vitkovice komplett. Liniger hat nach einem Gestocher vor Malek die Chance, doch auch er kommt nicht wie gewünscht hinter die Scheibe. Klicken Sie auf das folgende Bild um zur Bilderserie zu gelangen:Der Klotener Druck nimmt zu, auch ohne Überzahl. Klimek mit zwei Riesenchancen! Er kommt nach einem schnellen Konter zentral vor Rüeger an die Scheibe, dieser pariert, im Nachschuss zielt Klimek backhand knapp daneben. Aufpassen, Kloten! Zieh doch ab! Wick läuft alleine auf Malek zu, doch anstatt selbst zu schiessen, legt er die Scheibe blind zurück. Anstatt beim beabsichtigten Stancescu landet die Scheibe bei einem Verteidiger. Fahrlässig! Vitkovice spielt munter mit, kommt auch zu Chancen. Stefanka und Klimek zielen mit ihren Distanzschüssen jedoch beide weit neben Rüegers Kasten. Gut zehn Minuten sind gespielt. Eine Minute des tschechischen Überzahlspiels ist vorüber, zwingend ist das überhaupt nicht. Einzig ein hoffnungsloser Distanzschuss von Klimek springt heraus. Weit vorbei...Ist es die Stärke des Klotener Boxplays oder das schwache Powerplay von Vitkovice? Heiss wird es überhaupt nicht. Kloten komplett. Doch kaum ist die Überzahl vorbei, hat Voracek die Chance vor Flückiger. Die Scheibe schlittert knapp am Kasten vorbei. Die Partie hat sich merklich abgekühlt, wir sehen kaum mehr Chancen. Das war bisher aber auch intensiv, wir mögen es den Cracks verzeihen... Der Klotener Sutter wird von einem Gegner im Gesicht getroffen, verlässt das Eis blutend. Er wird wohl gleich wieder mittun können. Das erste Tor, und was für eines! Jan Kana hat die Scheibe in der Klotener Zone, wird von seinen Gegenspielern begleitet, aber nicht angegriffen. "Warum denn nicht?", sagt sich der Tscheche und haut per Handgelenkschuss einfach mal drauf, die Scheibe schlägt links oben ein. 0:1! Stefanka checkt einen Gegenspieler regelwidrig, muss dafür für zwei Minuten aufs Bänkli. Das zweite Powerplay für die Zürcher. Kloten kann die Formation aufziehen, kommen jedoch nocht zu keinen Abschlussmöglichkeiten. Eine Minute vorbei. Wo ist die Lücke? Wick scheitert an der tschechischen Mauer, wird geblockt. Dann ist das Powerplay vorbei, und fünf Sekunden später ertönt die Sirene. Vitkovice führt zur ersten Pause mit 0:1 gegen die Kloten Flyers. So wird das nicht mit dem Schweizer Halbfinal, diese Chancen müssen die Klotener einfach besser ausspielen. Schlechter als die Tschechen waren die Flyers auf keinen Fall, nur gelang Jan Kana diesen Geniestreich... . Kloten im HoffnungslaufDie Klotener sind deutlich früher als ihre Gegner aufs Eis zurückgekehrt...viel brauchte man zur Pause auch nicht zu sagen. Mehr Einsatz, mehr Tempo...weiter geht's mit dem Mitteldrittel. Pohl mit dem Abschluss ganz frei vor Rüeger, doch dieser kann parieren. Die Tschechen wirken wacher. Santala auf Liniger, der vor Malek ganz frei an die Scheibe kommt. Doch die Scheibe holpert, das ist schwierig, Malek pariert. Drei Minuten sind gespielt. Kloten hat die Chancen, Vitkovice kontert und macht die Tore. Tomas Kana läuft nach einem schnellen Gegenstoss von rechts, ganz alleine auf das Klotener Tor zu und erwischt Rüeger in der kurzen Ecke. Da sieht der Klotener Goalie schlecht aus. Schelling verliert die Scheibe in der Vorwärtsbewegeung, Sedivy nutzt dies aus und kommt gleich zu zwei Abschlüssen, scheitert jedoch zwei Mal an Rüeger. Auch Collenberg kommt noch zum Abschluss - kein Tor. Glück für Kloten. Das erste Klotener Drittel war nicht gut, das zweite ist bisher echt schlecht - Anders Eldebrink nimmt bereits nach fünf Minuten im zweiten Drittel ein Timeout, seine Männer haben einen Weckruf nötig. Stockschlag, mit Victor Stancescu muss ein Klotener raus. Das könnte schon eine Vorentscheidung geben... Eine Minute des tschechischen Powerplays ist ereignislos vestrichen. Kucsera hat die Chance von links, doch Rüeger pariert den Schuss auf die weite Ecke. Dann ist Kloten komplett. Blum mit der Chance! Sein Distanzschuss würde rechts einschlagen, wann da nicht Roman Malek mit einer tollen Reaktion parieren würde. Die Flyers machen nun was für den Anschlusstreffer. Doch die Chance von Blum war ein Farbtupfer auf der matten, grauen Vorstellung der Zürcher Unterländer. Katovice ist wieder in Scheibenbesitz - und macht das gut, setzt sich in der Klotener Zone fest. Klicken Sie auf das folgende Bild um zur Bilderserie zu gelangen:Die Hälfte der Pre-Semifinal-Partie zwischen den Kloten Flyers und dem HC Katovice ist um, für die Schweizer ist sie bisher eine Enttäuschung. Nach ansprechendem Start liessen die Zürcher kontinuierlich nach, die Tschechen dominieren. Der Klotener Konter: Stancescu fährt mit der Scheibe von links auf Malek zu, Jenni fährt in der Mitte mit, doch der Klotener Captain zieht selbst ab - rechts daneben. Nylander von rechts in die Mitte auf Westcott, doch der kann bedrängt von zwei nicht verwerten. Vitkovice-Walker muss raus, Stockschlag an Rüeger. Dupont zieht von weit weg ab, doch Malek hat freie Sicht und kann parieren. Bis auf Dupons Schuss, war das bisher noch nichts von den Fliegern. Es verbleiben nur noch fünf Minuten bis zum Schlusspfiff des zweiten Drittels. Und dann kommt Walker zurück aufs Eis, Westcott hatte mit einem knapp verzogenen Abschluss die bislang letzte Chance. Vitkovice macht das nun geschickt, hält die Scheibe oft in den eigenen Reihen. Es schaut so aus, als könnten sie die Null in die zweite Pause retten. Nächster Konter der Tschechen, dieses Mal pariert Rüeger. Noch knapp drei Minuten. Ist das unnötig, unglaublich! Die Klotener vertändeln die Scheibe hinter dem eigenen Tor, Pabiska spielt auf Sykora, der vor Rüeger direkt abzieht und die Scheibe in die rechte hohe Ecke nagelt. Ist das schon die Vorentscheidung? Noch eine Minute im Mitteldrittel, gelingt den Klotenern wenigstens noch der Anschluss? Und jetzt kommt's noch dicker für die Zürcher. Simon Bodenmann muss wegen hohen Stocks aufs Bänkli. Immerhin nicht das 0:4, denn das ist die Sirene. Zum zweiten Unterbruch führt der HC Vitkovice mit 0:3 gegen schläfrige Kloten Flyers. Wie wollen die Klotener hier überhaupt noch zurückfinden? Zu Beginn des Spiels kommen die Zürcher ihrer Favoritenrolle nach, dann geht's schlechter und schlechter...bis nur noch 20 Minuten bleiben und Eldebrinks Männer drei Tore erzielen müssen, um im Turnier zu bleiben. Die Aufhohljagd der Klotener muss beginnenKloten muss noch 1:07 Minuten in Unterzahl überstehen, und dann beginnt die Aufholjagd. Sonst sind die eben angebrochenen ihre letzten 20 Minuten am diesjährigen Spengler Cup. Genau das wollten die Flyers verhindern, doch wenn's nicht läuft, dann läuft's nicht. Im Überzahlspiel kommt Petr POHL rechts vor dem Tor an die Scheibe, schlenzt diese auf die Weite Ecke. Rüeger kommt nicht ran, da ihm die Sicht verdeckt ist, und damit scheint die Partie bereits nach zwei Minuten im Schlussdrittel entschieden. Ja, die Klotener glauben wohl selbst nicht mehr an die Aufholjagd, und dann ist Hopfen und Malz verloren. Sie geben Scheiben ohne Widerstand im Aufbau verloren, tun erschreckend wenig zur Rückeroberung. Klicken Sie auf das folgende Bild um zur Bilderserie zu gelangen:Der HCD kennt seinen Gegner im Semifinal jetzt schon. Vitkovice spielt das locker runter, drückt den Gegner hinten rein, die Klotener sind gedanklich wohl schon unter der Dusche. Immerhin: Blum prüft Malek mit einem Slapshot, doch der Puck fliegt zu zentral auf den Goalie zu, kein Problem. Die Partie ist durch, die Fans lassen sich trotzdem nicht lumpen. Sie versuchen, eine Welle zu lancieren. Jenni auf Blum, doch der verpasst vor Malek. Immerhin diese beiden Klotener haben sich doch noch nicht aufgegeben. Schelling drückt ab, Malik pariert. Es ist immer dasselbe Bild, doch immerhin: Die Flyers suchen den Ehrentreffer. Dupont mit dem Zuckerpass auf Jenni, der von rechts auf Malek zuläuft, doch - Überraschung - dieser pariert. Roman Malek ist der überragende Mann auf dem Eis. Die Zuschauerzahl wird verkündet, 5677 Supporters sind hier. In zehn Minuten ist der Halbfinaleinzug der Tschechen offiziell. Malik wieder mal mit einem Distanzschuss von links. Rüeger pariert den Knaller mit Mühe. Wick macht das technisch ganz fein auf rechts, vernascht gleich zwei Gegner, spielt dann auf Dubois, der zentral jedoch an Malek scheitert. Stancescu mit dem Abschluss von links. Doch der Schlenzer auf die kurze hohe Ecke ist kein Problem für den Gästegoalie. Kloten gibt nochmals alles für einen versöhnlichen Abschluss - doch Malek stemmt sich gegen den Ehrentreffer. Noch fünf Minuten. Voracek zieht von links ab, Rüeger hält. Zuvor hatte Wick seinem Gegner den Stock auf die Wade geschlagen, für dieses Vergehen sitzt er 2 Minuten. Mann, ist das ein freches Stück zum Schluss. Stefanka hat die Scheibe im Überzahlspiel hinter dem Tor, Rüeger hat sich noch nicht genügend ausgerichtet. Der Tscheche schiesst ihn von hinten an - drin! Jetzt wird's zur Klatsche. Jetzt hagelt's nochmals Strafen, als erster muss Collenberg wegen Stockschlags an Stancescu raus, dieser rächt sich, greift Jan Kana an, der sich wehrt, und genau wie Stancescu raus müsste, wenn sich das denn nicht gegenseitig aufheben würde. Deswegen sitzt nur einer, es ist der Neo-Berner Franco Collenberg in Reihen von Vitkovice. Noch knapp drei Minuten sind zu spielen. Gelingt den Klotenern in Überzahl der Ehrentreffer? Blum mit der Finte, dem Abschluss, doch Malek pariert. Eine Minute des Powerplays ist um. Noch zwei Minuten bis zur Sirene, noch eine halbe, bis Collenberg zurück ist. Vitkovice komplett. Kloten in Scheibenbesitz. Na wenigstens ein Ehrentor von Dubois kommt zentral aus der Distanz zum Abschluss. Die Scheibe schlägt links oben ein, und endlich ist Roman Malek bezwungen. 1:5. der HC Vitkovice zieht dank einem 1:5 gegen die Kloten Flyers in die Halbfinals des Spenglercups gegen den HC Davos ein. Kloten Flyers SUI – HC Vitkovice CEZ 1:5 (0:1, 0:2, 1:5) Tore und Strafen für die Kloten Flyers: 59. Spielminute Félicien Du Bois 1:5 Mannschaftsaufstellung Kloten Flyers Schiedsrichter: Georg Jablukov, Didier Massy, Andreas Kohler, Peter Küng Tore und Strafen für HC Vitkovice: Mannschaftsaufstellung HC Vitkovice
Bilder: D. Peter/Linsenreflektion.ch |