Laufsport
Triumphzug der Kenianer am 8. Zürich Marathon
12. April 2010 um 21:34 Uhr

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Am Sonntagmorgen starteten unter optimalen Bedingungen 4567 wagemutige Marathonläufer und Läuferinnen. Nur gerade 116 Teilnehmer konnten die magische Marathondistanz 42,195 Kilometer nicht zu Ende laufen.

Flinke Kenianerfüsse auf Zürcher Boden

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Unmittelbar nach dem Start durch die Zürcher Innenstadt und den Seeufern entlang setzten sich eine kenianische Vierergruppe mit dem Sieger David Kiprono Langat, Stanley Leleto, Kiprop Koriri Tuwei ab und lieferten sich bei idealen Temperaturen ein spannendes Ausscheidungsrennen. Nach Kilometer 40 wurde das Tempo durch den dominierenden Langat nochmals verschärft. Leleito konnte mithalten, Kiptum und Tuwei mussten sich leicht zurückfallen lassen. Ganz zum Schluss waren es dann doch 32,7 Sekunden Vorsprung für den 36-jährigen Langat. Daniel Kiptum machte sich ab Kilometer 35 ohne den grossen Rest auf in Richtung Ziel. Ohne Streckenrekordhalter Viktor Röthlin (2:08:19) konnte wie erwartet kein Schweizer in den Kampf um die Spitzenplätze „mitreden“. Gekonnt distanzierte Langat auf den letzten Kilometern seinen letzten Begleiter Stanley Leileto, den Sieger des Zürich Marathon 2005, und siegte in 2:11:03 deutlich vor seinem Landsmann. Über den Sieg ist Langat zwar zufrieden, nicht aber mit seiner Schlusszeit. Seine eigene Bestmarke in Paris von 2006 verpasste der flinke Kenianer um mehr als zwei Minuten. Für Aufsehen sorgte der drittplatzierte Daniel Kiptum (Ken). Mit einer Zeit von 2:14:00 verbesserte er den Weltrekord für Gehörlose.
Zum dritten Mal in Folge sicherte sich Tarcis Ançay (Vissoie) den Schweizer Meistertitel im Marathon. Mit 2:20:53 verpasste der 40-jährige Walliser die angepeilte EM-Limite (2:18:00) aber ebenfalls deutlich. Hinter Ançay holte Patrick Wieser (Aadorf) Silber, Bronze sicherte sich Michael Ott (Kilchberg), der mit 2:23:47 eine persönliche Bestzeit lief.

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Klarer Sieg bei den Damen

Bei den Frauen dominierte Olga Rosseeva (RUSS) das gesamte Rennen und wiederholte ihren Vorjahrestriumph. Aufgrund der erschwerten Windverhältnisse blieb die 29-Jährige in 2:35:43 aber mehr als drei Minuten über ihrer Siegerzeit vom Vorjahr. Lena Gavelin aus Schweden folgte ihr 2.37,8 Minuten später über die Ziellinie, und die in Herisau lebende Emebet Abossa aus Äthiopien wurde Dritte. Die Schweizer Meisterschaft der Damen endete mit einer Überraschung. Nicht die Favoritin Luzia Schmid (Homburg) setzte sich durch, sondern Rachel Berchtold aus Zürich. In ihrem erst dritten Marathon steigerte sich die 30-Jährige um mehr als sieben Minuten auf 2:47:10. Hinter Schmid belegte Karin Jaun (Därligen) Platz 3. Für alle drei Athletinnen blieb die EM-Limite von 2:43:00 leider deutlich ausser Reichweite.

Neu im Sortiment

Am  1- Zürich Staffelmarathon klassierten sich 320 Staffel-Teams. Gewonnen haben die «Donnschtig-Hüpfer» mit einer Zeit von 2:24.17,0, gefolgt von LG/ TSV Galgenen mit 2:33.13,7 und von den «4feet Chnüttlern» mit einer Gesamtzeit von 2:34.58,3.

Männer:

1. David Kiprono Langat (Ken) 2:11:03. 2. Stanley Leleito (Ken) 2:11:36. 3. Daniel Kiptum (Ken) 2:14:00. 4. Kiprop Koriri Tuwei (Ken) 2:14:32. 5. Hailu Begashaw (Äth) 2:16:14. 6. Tewodros Zewdu (Äth) 2:17:51. 7. Dereje Tefera (Äth) 2:20:01. 8. (SM-1.) Tarcis Ançay (Sz/Vissoie) 2:20:53. 9. Hussein Awadah (Lib) 2:21:16. 10. (SM-2.) Patrick Wieser (Sz/Aadorf). Ferner: 12. (SM-3.) Michael Ott (Sz/Kilchberg ZH) 2:23,47.

Frauen:
1. Olga Rossejewa (Russ) 2:35:43. 2. Lena Gavelin (Sd) 2:38:21. 3. Emebet Abossa (Äth) 2:44:40. 4. (SM-1.) Rachel Berchtold (Sz/Zürich) 2:47:10. 5. (SM-2.) Luzia Schmid (Sz/Homburg) 2:48:06. 6. Addis Gezahegne (Äth/Kriens) 2:49:03. 7. (SM-3.) Karin Jaun (Sz/Därligen) 2:50:07.

Gesamtrangliste unter: http://services.datasport.com/2010/lauf/zuerich/
Fotos Silvia Brunner

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