
Zum achten Mal konnte das Swiss Supermoto Champonship in Aarberg erfolgreich und bei idealem Spätsommerwetter vor Tausenden begeisterten Zuschauern durchgeführt werden.
Unter dem Patronat des SAM (Schweiz. Auto und Motorradfahrer Verband) gingen über 249 Fahrer/Innen in den Kategorien Quad, FUN Open, Youngster, Rookies, Senioren, Challenger und natürlich der Prestige an die Starts. Am Samstag fanden diverse Qualifikationsläufe für den zweiten Renntag statt. Bereits um 08:00 Uhr früh am Sonntagmorgen standen die Warm-Up’s sämtlicher Kategorien auf dem Programm. Um 09:50 Uhr eröffneten die Quad mit dem ersten Lauf den spannenden Renntag. Sämtliche Kategorien absolvieren die gleiche Piste und ein Lauf dauert zehn Minuten und eine Runde. In der Königsklasse, die Prestige, wird zwölf Minuten und eine Runde gefahren.
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Supermoto ein Sport für Dich?
Der grösste Pistenanteil beim Supermoto wird auf einer Asphalt-Strecke gefahren (ca. 80%). Der Rundkurs in Aarberg beträgt pro Runde 1055 Meter, davon 840m auf Asphalt und 215m auf Off Road. Die Motorräder sind ausschliesslich für jedermann käufliche Motocross oder Enduro-Maschinen. Von 50 ccm für die kleinsten Kidis bis zu 650 ccm bei den Senioren Open sind so ziemlich alle Abstufungen der Hersteller in PS vertreten.
Ein Sportimport aus Amerika
In den achtziger Jahren schwappte die Supermoto-Welle von Amerika nach Frankreich über. Deutschland ritt Anfang der neunziger Jahre mit. Die Grundidee war zu Beginn die wahren Meister des Motorrennsports im Vergleich zu sehen. Strasse oder Offroad-Piloten kämpften um Rum und Ehre. Heute ist Supermoto eine eigene „Renndisziplin“, in der jährlich Welt und Ländermeisterschaften ausgetragen werden.
Nicht nur verbissener Rennsport.
Megao-Shows gehören zu den Supermoto Veranstaltungen wie die lärmenden Motoren, eine tolle und freundschaftliche Stimmung in den Fahrerlagern, sowie der Benzinduft in der Luft. Der spannende und abwechslungsreiche Asphalt-Kurs lässt viel Spielraum für zum Teil haarsträubende Zweikämpfe. Mit Topspeed auf den Geraden jagen die Cracks in die Kurven und engen Bögen, dass einem der Atem weg bleibt. In spektakulären Bremsmanövern zeigen die Fahrer wie gut sie ihre Maschinen unter Kontrolle haben. Als „Gudi“ werden schon mal ein paar Fahrkapriolen dem Publikum vorgeführt, was für ungeübte zur Nachahmung nicht empfohlen wird.
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Quad open
Rang StartNr Fahrer Punkte
1 1 Alfred Wolber 75
2 70 Jan Engel 62
3 99 Marco Schifferle 58
4 13 Beat Zeller 58
Für Alfred Wolber war es ein toller Rennsonntag. Drei Starts, drei Siege, was will man da mehr....
Rookie
Rang StartNr Fahrer Punkte
1 3 Kevin Tschümperln 72
2 93 Randy Götzl 69
3 29 Jonatan Martignoni 51
4 20 Remo Banzer 50
In der Kategorie Rookie lieferten sich Tschümperlin und Götzl in jedem Lauf ein erbarmungsloses Duell. Die zwei jungen Fahrer machten am Schluss das Rennen unter sich aus. Tschümperlin hatte am Schluss, dank der Siege in den Rennen eins und drei die „Siegernase“ vorn.
Senioren open
Rang StartNr Fahrer Punkte
1 1 Urs Müller 72
2 11 Roman Bosshard 58
3 27 Ueli Herzog 57
4 99 Peter Fischer 52
Mit der Startnummer 1 konnte sich Urs Müller optimistisch ins Rennweekend stürzen. Die Läufe eins und zwei gewann er unangefochten. Lediglich im dritten Lauf konnte Ueli Herzog den alleinigen Siegeszug unterbrechen. Herzogs Sieg im dritten Rennen sicherte ihm den dritten Schlussrang hinter Ramon Bosshard, der drei ausgeglichene Rennen fuhr und am Ende den dritten Schlussrang belegte.
Challenge open
Rang StartNr Fahrer Punkte
1 10 Andrea Notary 72
2 51 Philippe Sieber 60
3 73 Hugo Schran 56
4 191 Marco Bader 48
Bei den Challenge open dominierte Andrea Notary ganz klar. Er konnte die Läufe eins und drei für sich entscheiden. Lediglich im zweiten Rennen versalzte ihm Manuel Herzog mit der Startnummer 98 die Suppe. Herzog belegte nach dem Sieg im dritten Rennen den sechsten Schlussrang.
FUN open Meisterschaft
Ran StartNr Fahrer Punkte
1 32 Randy Vinzens 75
2 99 Niki Ueblinger 53
3 12 Yves Ulmann 52
4 202 Christian Perrollaz 47
In der Kategorie FUN open mussten zwei Felder gebildet werden da über 50 Fahrer an den Start wollten. Die nervenaufreibenden Vor und Hoffnungsläufe wurden am Samstag durchgeführt. Für die FUN open Meisterschaft waren 42 Fahrer qualifiziert, die am Samstagabend ihren ersten von drei Läufen bestritten.
Spiel, Satz, Sieg, so musste das Moto von Randy Vinzens an diesem Rennwochenende gelautet haben. Obwohl der dritt Rangierte Yves Ulmann die Beste Rundenzeit von 1:09:420 heraus führ ging Randy am Schluss als Sieger über die Ziellinie. Trotz harten Zweikämpfen um die Plätze zwei und drei schaffte es Niki Ueblinger Yves Ulmann einen Punkt mehr heraus zu fahren.
Prestige open
Rang StartNr Fahrer Punkte
1 99 Simon Baumann 72
2 1 Philippe Dupasquier 67
3 265 Dani Müller 56
4 4 Heino Meusburger 54
5 66 Stephan Züger 51
In der Königsklasse legte Stefan Baumann schon in den ersten beiden Rennen mit gekonnten Siegen den Grundstein für seinen Gesamtsieg. Hartnäckig rüttelte allerdings Philippe Dupasquier an seinem Thron. Im dritten Lauf konnte er sich doch noch gegen Baumann durchsetzen. Über die zwei Tage ein spannender Fight der beiden Prestigefahrer.
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Stefan Baumann aus Diessenhofen gewinnt auf seiner Suzuki 450ccm das SAM Swiss Supermoto Master Final vor Stephan Züger aus Wald ZH auf KTM und Kevin Tschümperlin auf Aprillia, gefolgt von den zwei KTM-Fahrer Fabian Tellenbach und Julian Meier.
Gesamtranglisten: http://www.s-a-m.ch/
Reportage & Fotos Andrea Derungs |