
Bei unglaublich, frühlingshaften Temperaturen von plus 10 Grad, besuchten über 11'000 Zuschauer die Eröffnung der White Turf-Trilogie in St. Moritz und erlebten einen herrlichen, Unfallfreien Rennsonntag. Drei Flach-, zwei Trabrennen und das über 2700 Meter lange Skikjöring standen auf dem Programm.
Amateur und Frauenpower
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Einen tollen Schweizer Sieg gab es im eröffnenden Sprint zu bejubeln, als die einzige Frau und Amateurrennreiterin im Feld, Nathalie Friberg, mit dem neunjährigen Rushing Dasher den Engländer Freeforaday und den Deutschen Sacho niederrang. Rushing Dasher siegte mit einer halben Länge und bescherte dem Stall Allegra Racing Club grosse Freude! Nathalie Friberg hätte den Coup nie erwartet, wie sie sagte. Denn „Rushie“ sei nicht mehr so spritzig wie früher und nicht mehr so schnell auf den Beinen, auf Gras schon gar nicht:“ Heute konnte ich nicht fassen, dass er so gut raussprang! Ich ging an zweiter Stelle hinter Sacho und als dieser im Bogen Tempo rausnahm, dachte ich “ Go for it !“ und schickte mein Pferd los. Er ging super ! Eigentlich hätte Arosa ein Aufgalopp für ihn sein sollen, doch wurde jener Renntag verschoben. Umso erstaunlicher, dass er hier so eine tolle Leistung zeigt!“ erklärte die Reiterin, die sich jetzt mit Rushing Dasher auf die Schneerennen konzentrieren und ihn am dritten St.Moritzer-Tag nochmals im Sprint aufbieten will.
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Unfallfreies Tageshighlight
Im Skikjöring übernahmen Gallardo und Luberon die Spitze zusammen mit Save the Day. Das Trio setzte sich schon bald ab, doch King George holte sukkzessive auf und galoppierte Ende letzter Gegenseite an zweiter Stelle hinter Gallardo. Die beiden setzten sich in den Einlauf hinein ab und duellierten sich. Der bereits zehnjährige Hengst King George im Besitze von Charlotte Haselbach und trainiert von Miro Weiss gewann leicht mit drei Längen. Der Fahrer und designierte Präsident von Galopp Schweiz Köbi Broger feierte den 22. Sieg in dieser Sparte: „Der Rennverlauf war ideal und es gab keine Zwischenfälle. Am Ende war ich überrascht, wie lange Gallardo in diesem harten Fight dagegenhielt!“ gab er zu Protokoll. Jakob Broger legte den Grundstein für einen möglichen elften Gewinn der Credit Suisse Skikjöring-Trophy, es wäre der vierte Gesamtsieg mit King George.
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Einsame Spitze
Der siebenjährige Monsun-Sohn Mascarpone lief im sehr stark besetzten Grand Prix Guardaval Immobilien und wurde von Robert Havlin geritten. Der irische Jockey platzierte den Weiss-Schützling zuerst im Mittelfeld, war aber im letzten Bogen plötzlich zur Stelle und passierte den jetzt führenden Pont des Arts, ebenfalls ein Schneedebütant wie auch Mascarpone. Dieser zog unwiderstehlich davon und legte einen beeindruckenden Sieg auf die schnelle Piste. Das einheimische Besitzerpaar Wally und Hans Clavadetscher zeigte sich überrascht, sei man doch voller Zweifel gewesen, ob die Unterlage und das harte Geläuf sowie die zu kurze Distanz dem Hengst zusage. Eine gute Leistung zeigten die beiden Schützlinge von Andreas Schärer, Pont des Arts und Wassiljew, die die Ehrenplätze belegten. Markus Gräffs Winterwind folgte auf dem vierten Rang.
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Eine Meile im fliegenden Galopp
Einen weiteren Teilnehmer für den Gübelin 72. Großer Preis von St. Moritz sah man im Grand Prix American Airlines siegen. Der GP American Airlines über die Meile sah mit Schützenjunker und Northern Glory zwei Gruppen-Pferde am Start, die das Rennen auch unter sich ausmachten. Im Einlauf kämpfte innen Philipp Schärers Aroser Sieger Schützenjunker und aussen der von Wolfgang Figge aus München hergeschickte Northern Glory, der schliesslich mit einer Länge gewann. Dritter wurde Saphir Bere.
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Leichte und sichere Siege bei den Trabern
In der Engadiner Post / Posta Ladina-Challenge, dem ersten Trabrennen des Tages gab es für Fleuri Ramuntcho mit Trainer und Fahrer Jean-Bernard Matthey an den Leinen nichts zu verlieren. Beim 1600 Meter-Rennen Fleuri vor Quasir de Bussy und Rebecca de Corday sicher durchsetzen.
Zum Finale, in der 1700 Meter-Prüfung waren es Quatuor de Martza, der siebenjährige Inländer und dessen Trainer und Fahrer Renaud Pujol, die der Grand Prix hotelleriesuisse St. Moritz nach einem Rennen im Vordertreffen völlig überlegen vor Maitre de la Piste und Kodex gewannen.
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Drei Star-Jockeys in St. Moritz - White Turf ist ein glänzender Wurf gelungen
Mit Lanfranco Dettori, Olivier Peslier und Eduardo Pedroza ist es White Turf gelungen, drei der weltbesten Jockeys für die Rennen auf dem gefrorenen St. Moritzer See zu engagieren. Das wichtigste bei Galopprennen sind die vierbeinigen Athleten. Mit einem untalentierten Pferd kann auch der beste Jockey nicht brillieren. In den meisten Rennen treffen jedoch Pferde aufeinander, die über ein ähnliches Niveau verfügen. Dann entscheidet der Jockey, denn gewinnen kann nur das Pferd, das optimal eingesetzt und unterstützt wird.
Frankie Dettori, die Nummer eins Der erfolgreichste Jockey der letzten zwei Jahrzehnte heisst Lanfranco Dettori. Im Dezember 1970 in Mailand geboren, verliess er bereits als 13-Jähriger die Schule und begann in einem Rennstall zu arbeiten. Er trat damit in die Fussstapfen seines Vaters Gianfranco, einem höchst erfolgreichen Jockey. Mit 14 Jahren zog Lanfranco, der nun Frankie genannt wurde, in die englische Turf-Metropole Newmarket, wo er beim aus Italien stammenden Top-Trainer Luca Cumani eine Ausbildung zum Rennreiter absolvierte. Frankie wurde Englands Lehrlingschampion und erreichte als erster Teenager nach dem legendären Lester Pigott die Marke von 100 Siegen in einem Jahr.
Stalljockey von Mohammed Al Maktoum 1994 avancierte Frankie Dettori zum ersten Jockey von Dubais Herrscher, Scheich Mohammed Al Maktoum, dem grössten Rennpferdebesitzer der Welt. Inzwischen hat er weit über 100 Gruppe-IPrüfungen, also Rennen der höchsten Kategorie, gewonnen. In seinem Palmarès sind die wichtigsten Rennen der Welt praktisch vollständig vertreten. Neben den englischen Klassikern gehören dazu auch das französische, irische, deutsche und italienische Derby, der Prix de l'Arc de Triomphe, der Dubai World Cup, der US-amerikanische Breeders'Cup sowie die wichtigsten Rennen in Japan und Hongkong. Für Schlagzeilen sorgte Dettori am 28. September 1996, als er im Rahmen des Meetings von Royal Ascot alle sieben Rennen eines Tages für sich entschied.
Sunnyboy des Rennsports
Frankie Dettori, der bereits zweimal am White Turf-Meeting in St. Moritz zu Gast war, ist nicht nur sportlich erfolgreich, sondern auch ein begnadeter Showman, der perfekt in die heutige Zeit passt. Sein Markenzeichen ist der sogenannte Dettori-Jump. Nach jedem Gruppe-I-Sieg richtet sich Frankie Boy auf, bis er aufrecht in den Bügeln seines Pferdes steht und springt dann auf den Boden des Absattelringes. Doch der Sunnyboy des Rennsports blieb nicht von Rückschlägen verschont. Als er im Jahr 2000 zusammen mit seinem Jockey-Kollegen Ray Cochrane in einer kleinen Maschine von Newmarket nach Goodwood fliegen wollte, stürzte diese nach dem Start ab. Während der Pilot den Crash nicht überlebte, kam Dettori mit einigen Brüchen glimpflich davon.
"French-Man" Olivier Peslier Die französischen Jockeys besitzen weltweit einen erstklassigen Ruf. Ihr herausragendster Vertreter der letzten zwei Jahrzehnte heisst Olivier Peslier. Im Unterschied zu Frankie Dettori stammt der rund zwei Jahre jüngere Peslier nicht aus einer Rennsportfamilie. Über Ponyrennen und einen Kurs an einer Jockeyschule kam er als Lehrling zum heute in den USA wirkenden Top-Trainer Patrick Biancone. Bereits als Zwanzigjähriger erhielt Peslier einen Vertrag als Stalljockey von Daniel Wildenstein, einem der führenden Besitzer in Frankreich. In der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre war er viermal französischer Champion. Dank den herausragenden Pferden Helissio, Peintre Célèbre und Sagamix gewann Olivier Peslier zwischen 1996 und 1998 das wertvollste Galopprennen der Welt, den Prix de l'Arc de Triomphe, dreimal in Serie. Ähnlich wie Dettori führt er in seinem Palmarès nicht nur die wichtigsten Rennen Frankreichs, sondern auch diejenigen von England, Deutschland, Japan oder Hongkong. Für Schlagzeilen sorgte er zuletzt als Partner der Stute Goldikova, die im letzten Herbst in den USA ihren 12. Gruppe-I-Sieg realisierte und somit zur erfolgreichsten Stute der Neuzeit avancierte. Im Unterschied zu Frankie Dettori, der das Bad in der Menge liebt, ist Olivier Peslier ein scheuer und zurückhaltender Mensch mit einer leisen Stimme. Geht man auf ihn zu, gibt er aber gerne und ohne jeden Dünkel Auskunft.
Titelverteidiger Eduardo Pedroza
Die Biografie von Eduardo Pedroza ist eine Aufsteiger-Geschichte. Etwas über 20 Jahre alt, blieb der aus Panama stammende Reiter in Deutschland sesshaft, als er Mitte der Neunzigerjahre mit seinen Eltern zu Besuch bei Freunden weilte. In der Folge fand er eine Anstellung im Stall von Trainer Andreas Wöhler. Dort arbeitete er sich Verlauf der Jahre von der Nummer vier zur Nummer eins hoch. 2007 erkämpfte Pedroza, der als sehr zuverlässig gilt, sein erstes Jockey-Championat, das er 2008, 2009 und 2010 verteidigte. Inzwischen hat der dunkelhäutige Panamaer über 1000 Siege erzielt, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, Italien, Dubai und im Engadin, wo er vor einem Jahr mit Rolling Home den Gübelin 71. Grossen Preis von St. Moritz für sich entscheiden konnte, so dass er heuer als Titelverteidiger antritt.
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Credit Suisse – Hauptsponsor des White Turf Mit ihrem Sponsoring-Engagement trägt die Credit Suisse seit Jahren dazu bei, dass bedeutende Leistungen und ausgewählte, einmalige Veranstaltungen wie der White Turf möglich werden. Die Credit Suisse fördert Institutionen, die auf ihrem Gebiet Herausragendes leisten und Werte pflegen, die mit denen der Credit Suisse übereinstimmen. Bereits seit 1990 ist die Credit Suisse Hauptsponsor des White Turf. Denn wenn sich die Bank als Sponsor engagiert, strebt sie eine langfristige Zusammenarbeit an und leistet mehr als nur finanzielle Unterstützung. Sponsoring-Projekte werden in enger, partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Organisationen und Veranstaltern realisiert. Die Credit Suisse versteht sich als Partner, der seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt. Deshalb ist ihr die Nachwuchsförderung sowohl in der Kultur als auch im Sport ein wichtiges Anliegen und einer der Schwerpunkte ihrer Sponsoring-Philosophie.
BMW (Schweiz) AG - Hauptsponsor des White Turf
BMW unterstützt auch dieses Jahr mit Ihrem Engagement als Hauptsponsor das Spektakel auf Eis und Schnee anlässlich des White Turf in St. Moritz. Pferdesport gehört zu den ausgewählten Sportarten, die BMW mit Sponsoring Aktivitäten unterstützt. Topleistungen auf höchstem Niveau zu unterstützen, passt zum Anspruch von BMW. Als Premiumhersteller von Automobilen bietet BMW Kundenangebote, die durch Qualität und Effizienz weltweit bekannt sind. Die wichtigsten Kernattribute wie Dynamik, Aesthetik und Leistung bilden eine hohe Übereinstimmung mit dem Pferdesport und den Markenwerten von BMW.
Bilder und Reportage Andrea Derungs / Quelle: www.whiteturf.ch |